Einstein-Marathon und ASC unterstützen den Freundeskreis Flüchtlinge durch das Angebot einer Laufgruppe und Startplätze beim Einstein-Marathon

Wir leben in Ulm in einer weltoffenen Stadt und tragen Mitverantwortung auch für die Menschen, die als Flüchtlinge zu uns nach Ulm kommen und in vielfältiger Weise auf Hilfe angewiesen sind. Sport hat schon seit jeher Menschen unterschiedlicher Nationalität zusammengeführt. Als Ausrichter von Sportveranstaltungen haben wir deshalb durch das Angebot einer speziellen Lauf-Trainingsgruppe im Rahmen des ASC Vorbereitungsprogramms für den Einstein-Marathon die Möglichkeit gesehen, auf einfache Weise den Kontakt zu den Flüchtlingen aufzunehmen und ihnen ein Zeichen zu geben, dass sie bei uns willkommen sind. Deshalb haben wir gerne den Impuls des Freundeskreises Flüchtlinge aufgenommen, der sich in der Ulmer Weststadt auf vielfältige Weise ehrenamtlich um das Wohl der Flüchtlinge vor Ort annimmt.

Laufsport eignet sich besonders gut, Menschen aus Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen zusammenzubringen, weil hierzu weder eine teure Ausrüstung, noch besondere sportliche Fähigkeiten erforderlich sind, um gemeinsam mit anderen etwas zu tun und dabei Spaß zu haben. Auch Sprachbarrieren sind hier kein Hindernis, völlig zwanglos Kontakt zueinander aufzunehmen.

Deshalb bieten wir seit 22.07.2015 jeden Mittwoch ab 19 Uhr ein Lauftraining für die Flüchtlinge und deren für jeden offenen Freundeskreis an. Wir freuen uns, auf welch erstaunlich große Resonanz unser Angebot gestoßen ist. Denn schon seit dem ersten Trainingstermin sind allwöchentlich etwa 30 bis 40 Läuferinnen und Läufer, Kinder und Erwachsene aus einer Vielzahl von Ländern in den von uns zur Verfügung gestellten grünen Funktionsshirts des diesjährigen Firmenlaufs auf zwei gekennzeichneten Laufstrecken von 2 und 5 Kilometern rund um das Flüchtlingswohnheim in der Römerstraße am Kuhberg unterwegs und haben gemeinsam alle sichtlich Spaß dabei. Betreut wird die in jeglicher Hinsicht inhomogene, aber lebensfrohe Laufgruppe von mittlerweile sechs ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern, die nicht nur durch die warmherzige Wertschätzung des Angebots, sondern oft nach dem Laufen auch durch die Gastfreundschaft der Flüchtlinge belohnt wird, wie dies auf einem der Bilder gut zu erkennen ist.

Wir hoffen, dass unser Angebot, am Einstein-Marathon auf einer jeweils geeigneten Distanz teilzunehmen, von möglichst vielen der Flüchtlinge angenommen wird und sich alle gemeinsam am Erfolg des Teams „Freundeskreis der Flüchtlinge“ freuen kann.

Für Flüchtlinge und alle, die sich gerne zusammen mit ihnen laufend auf den Einstein-Marathon vorbereiten wollen, hier die Rahmendaten:
Termin: Mittwoch, 19:00 Uhr
Treffpunkt: Gemeinschaftsunterkunft Römerstraße 149, 89077 Ulm
Angebot: Laufen mit Flüchtlingen im eigenen Tempo und beliebiger Distanz auf zwei Runden von 2 km (flach) und 5 km (mit Anstieg vom Donauufer zurück zum Kuhberg)
Anmeldung nicht erforderlich!

 

 

Team Sappi Runability unterstützt 8 Jugendliche Flüchtlinge aus Eritrea und Nigeria ─ ONE WORLD – ONE TEAM

Acht Jugendlichen aus Eritrea und Nigeria, deren Asylantrag wegen religiöser und politischer Verfolgung in Ihrer Heimat läuft, werden von dem Team Sappi Runability unterstützt. Das Team hat auf der Suche nach Trainingskleidung und Laufschuhen eine große Unterstützung von Firmen und Privatpersonen bekommen und so können die acht Jungs jetzt in richtiger Sportleidung trainieren. Auf dem gesponserten Laufshirt, das das Team beim Einstein-Marathon tragen wird, steht hinten ONE WORLD – ONE TEAM.

 

Damit die Läufer auch fit für den Einstein-Marathon werden, wir fleißig trainiert. Am 30. August haben Läufer des Teams Sappi Runability zusammen mit den Jugendlichen am ASC-Vorbereitungslauf teilgenommen.

Auf dem Foto (oben links nach unten rechts), das nach Vorbereitungslauf entstanden ist:

 

Disali, Efrem, Ghebru, Osman (nicht im Team, wollte nur zum Spaß mitlaufen, 24km Sonntag morgens…), Samson, Friday, Sami, Eberhard Schick, Jaber

 

 

Die Unterstützung  der 8 Jugendliche Flüchtlinge aus Eritrea und Nigeria durch das Team Sappi Runability geht auch nach dem Einstein-Marathon weiter

Efrem und Disali haben gerne das Angebot des SSV Ulm angenommen, über den Winter an deren Profi-Training teilzunehmen. So hege ich jetzt schon die Hoffnung, dass wir 2016 den ersten Gesamtsieg in der Teamgeschichte erringen können. Nur zur Erinnerung: Platz 7 von 4.700 Läufern nach nur zwei Monaten Training…

Friday darf ebenfalls über den Winter in einem nahen Sportstudio trainieren. Er ist dort fast täglich und die Spinning-Gruppe freut sich über seine sonntägliche Teilnahme.

Der TSG Söflingen hat die Bereitschaft signalisiert, weitere Läufer ab nächster Woche in deren Wintertr

 

aining aufzunehmen. Details muss ich noch klären. Jaber würde gern laufen, Samson lieber Volleyball spielen, …

Wir warten gerade auf die behördliche Genehmigung für Friday in der Reparaturwerkstatt eines lokalen Recyclingunternehmens ein Praktikum antreten zu dürfen. Seine Ausbildung und Berufserfahrung als Schlosser/Schweißer in Nigeria und Libyen ist gefragt. Der Firmeninhaber und dessen Sohn haben signalisiert, generell Verstärkung zu brauchen und evtl. eine für eine kleine Familie geeignete Werkswohnung stellen zu können.

Mit der gleichen Firma bin ich im Gespräch bezüglich eines Ausbildungsplatzes zur „Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“, eventuell in Kombination mit Kraftfahrer ab 201Ghebru´s erste Klassenarbeiten in der Berufsschule (er macht ja die Ausbildung zum Bäcker) sind sehr gut ausgefallen.

Und dann gab es da noch die Besichtigung der Papierfabrik Sappi in Ehingen. Siehe Bilder. Die Buben waren nicht nur schwer beeindruckt, sondern haben sich auch im anschließenden Gespräch mit dem Geschäftsführer sehr intensiv über mögliche Ausbildungsberufe informiert. Die Grundaussage, dass Sappi hier generell offen ist – aber Hauptschulabschluss und gute Deutschkenntnisse erforderlich sind – hatten nach meiner Einschätzung einen motivierenden Effekt, denn…

Die Jungs dürfen nun auch endlich zum Deutschunterricht antreten.